Sony A6000 Review (A6300/A6500)

Die Sony A6000 wurde im Februar 2014 vorgestellt. Obwohl im Februar 2016 die A6300 folgte und im Oktober 2016 die A6500, so zählte die A6000 auch heute noch zu den beliebtesten und meistverkauften Kameras. Da ich inzwischen auch eine A6000 habe, ist es Zeit für ein Review.

Mein Kamera-Setup

Im August 2015 habe ich mir eine Sony A7RII zugelegt und mich von meiner Canon DSLR-Ausrüstung verabschiedet. Im November 2015 kam dann als kleine handliche Ergänzung eine Sony A5100 dazu, die mir nun ein Jahr als Zweitkamera gedient hat. Sowohl der Bildsensor als auch der Autofokus der A5100 sind mit der A6000 identisch. Allerdings verfügt die A5100 nicht über einen Sucher und so habe ich das Upgrade zur A6000 gemacht, zumal diese gerade günstig angeboten wurde.

Die A6000 und ihre Nachfolger

Als Sony Anfang 2014 die A6000 herausbrachte, war die Kamera ein großer Erfolg. Eine kompakte Mirrorless-Kamera mit voller Ausstattung, dazu mit einem sehr schnellen Autofokus, dafür konnten sich viele begeistern. Im Februar 2016 wurde dann mit der A6300 der Nachfolger vorgestellt, aber die Verbesserungen hielten sich in Grenzen. Eigentlich war der einzige Unterschied, dass der Sucher eine höhere Auflösung hatte und die Kamera 4K-Videos aufnehmen konnte, dafür war sie ganzes Stück teurer. Die Leute, die die neue Kamera kauften staunten aber nicht schlecht, als nur wenige Monate später mit der A6500 erneut ein Nachfolger vorgestellt wurde und ihre neue Kamera auf ein Mal ein Auslaufmodell war. Sony ist immer für Überraschungen beim Produktlebenszyklus gut. Seit Oktober 2016 ist nun also die A6500 das aktuelle Modell, aber auch hier gibt es nur wenige Neuerungen. Der Bildsensor ist immer noch der gleiche, allerdings jetzt mit Bildstabilisierung, und das Display hat nun eine Touchfunktion. Jedoch kostet die A6500 heute 1700 Euro, während die A6000 für 500 Euro zu bekommen ist. Da fällt mir die Entscheidung nicht besonders schwer, zumal Sony die A6000 noch weiter produziert und auch bewirbt. Hier nochmal eine Übersicht:

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Das Gehäuse

Die A6000 ist zwar ein bisschen größer als die A5100, aber sie ist immer noch eine sensationell kompakte APS-C-Kamera. Ich finde es erstaunlich, wie man so viel Technik auf so kleinem Raum untergebracht bekommt. Von der Ausstattung her handelt es sich um eine vollwertige Mirrorless-Kamera mit Klappdisplay, elektronischen Sucher mit Augensensor, zwei Drehrädern, zwei Funktionstasten, Blitzschuh und ein kleiner Aufklappblitz ist auch noch eingebaut. Der Handgriff ist recht stark ausgeformt, sodass die A6000 trotz ihrer kleinen Abmessungen ziemlich gut in der Hand liegt. Die genauen Maße lauten 12cm Breite, 7cm Höhe, 4,5cm Tiefe und 285g Gewicht.

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Bildsensor und Autofokus

Der 24-Megapixel-Bildsensor und der schnelle Autofokus sind mir gut vertraut, da ich sie bereits ein Jahr in der A5100 genutzt habe. Auch in der A6000 kann ich sagen, hier ist alles gut. Die Bilder haben eine gute Auflösung und vor allem einen guten Dynamikumfang, aus den RAWs lässt sich viel herausholen. Im ISO-Bereich bis ISO3200 hält sich auch das Rauschen sehr in Grenzen. Der Autofokus ist sehr schnell und zuverlässig; es ist mitunter der beste Autofokus, den man in einer Mirrorless-Kamera bekommt. Die Bildfolge mit 11 Bildern pro Sekunde ist mehr als ich vermutlich je brauchen werde.

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Display und Sucher

Das Display ist ungefähr 45° nach unten klappbar für Überkopf-Aufnahmen und 90° nach oben klappbar für bodennahe Aufnahmen. Leider ist es nicht 180° klappbar für Selfies wie bei der A5100, dazu ist der Sucher im Weg. Ich benutze das Klappdisplay gerne um aus tiefen Aufnahmepositionen Bilder zu machen. Außerdem gibt es den elektronischen Sucher. Ein Augensensor kann automatisch zwischen Display und Sucher umschalten. Der Sucher war der Hauptgrund für mich von der A5100 zur A6000 zu wechseln. Mit einer richtigen Kamera muss man halt per Sucher fotografieren können und nicht nur per Display. Der Sucher bei der A6000 ist relativ weit außen positioniert. Größe und Auflösung sind mittelmäßig, heutige Top-Mirrorless-Kameras können da mehr. Aber die A6000 hat durchaus einen brauchbaren Sucher, mit dem sich ordentlich fotografieren lässt.

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Fazit

Zugegeben ist bin etwas verwöhnt von meiner Top-Kamera, der Sony A7RII. Aber es ist erstaunlich wie viel die deutlich kleinere A6000 leisten kann. Sie liefert richtig gute Bilder, hat einen schnellen AF und ist auch sonst mit allem ausgestattet, was man zum normalen Fotografieren braucht. In Kombination mit dem 16-50 Pancake-Zoom hat man ein sensationell kompaktes Paket, das in die Jackentasche passt und kaum etwas beim Fotografieren vermissen lässt. Außerdem bekommt man die Sony A6000 derzeit zu günstigen Preisen, sodass es meiner Meinung jetzt im Dezember 2016 die Preis-Leistungs-Empfehlung schlechthin für eine Einsteigerkamera ist, mit der man lange zufrieden sein kann.

04.12.2016

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