Inneneinrichtung fotografieren: Tipps für gute Indoor-Fotos

Jeder Raum bietet andere Lichtverhältnisse und wirkt entsprechend des gewählten Blickwinkels ganz unterschiedlich. Auch Personen, die in Innenräumen fotografiert werden sollen, können die Dynamik beeinflussen. Worauf kommt es also an? Welche Tipps und Tricks sollte man kennen, um am Ende tolle Indoor-Fotos zu schießen?

Nie ohne Stativ fotografieren

Das Stativ ist in den meisten Fällen unerlässlich, denn die Lichtverhältnisse in Innenräumen können schwierig sein. Nicht selten muss der Fotograf mit langen Belichtungszeiten arbeiten, um einen Raum fotografisch optimal in Szene zu setzen. Empfehlenswert ist auch der Einsatz einer Wasserwage, da die Kamera mithilfe dieser perfekt ausgerichtet werden kann.

Ein kleiner Tipp am Rande: Wer kein Stativ besitzt, kann ruhig ein wenig kreativ werden. Eine Leiter oder ein Regal sind beispielsweise gute Alternativen zum klassischen Stativ. Beide Gegenstände bieten den Vorteil, dass sie dem Fotografen verschiedene Höhen ermöglichen. Eine Leiter ist noch dazu leicht beweglich, sodass aus verschiedenen Winkeln fotografiert werden kann.

Die Sache mit dem Licht

Am besten ist es, ohne Blitz zu arbeiten. Natürliches Licht ist immer die bessere Wahl. Entsprechend empfiehlt es sich für den Fotografen, die richtige Tageszeit auszuwählen. Räume wirken deutlich freundlicher, wenn sie mit natürlichem Licht fotografiert werden. Große Fenster sind hier besonders hilfreich. Dunkle Ecken müssen entsprechend zusätzlich
ausgeleuchtet werden, um ein optimales Ergebnis zu schaffen.

Wer sich dagegen ein verruchtes und geheimnisvolles Setting wünscht, kommt auch mit weniger Tageslicht aus. Nehmen wir etwa eine gemütliche Bar oder ein glamouröses Casino, dessen Ambiente perfekt in Szene gesetzt werden soll. Besonders auf Reisen stößt man hier ganz plötzlich und unerwartet auf tolle Locations. Ein Lichttest verrät hier schnell, dass alternative Lichtquellen oder der Blitz zum Einsatz kommen sollten, was ein tolles Gemisch aus Licht und Schatten erzeugt.

Sicher sind in Zeiten von Online Casinos weniger glamouröse Locations zu finden und bei Tests von Online Casinos spielt das Licht definitiv keine Rolle mehr, unter den klassischen Spielhallen findet man immer mal wieder besondere Schmuckstücke, die einen genaueren Blick wert sind. In diesen und ähnlichen dunkleren und verträumter wirkenden Räumen ist es natürlich auch wichtig, die Blende zu öffnen und mit möglichst hohem ISO-Wert zu fotografieren.

Verschiedene Winkel ausprobieren

Ein Raum wirkt je nach gewähltem Winkel völlig unterschiedlich. Der Fotograf kann mit dem richtigen Winkel erreichen, dass ein Raum deutlich größer wirkt, als er eigentlich ist – oder sich in einem großen Raum auf eine gemütliche Ecke konzentrieren. An dieser Stelle sind Geduld und Kreativität gefragt. Es empfiehlt sich, verschiedene Winkel auszutesten, um das gewünschte Bild zu erzeugen.

Hat man es mit einem kleinen Raum zu tun, kann ein Weitwinkelobjektiv zum Einsatz kommen. Ist dieses nicht verfügbar, sollte zumindest aus der Ecke des jeweiligen Raumes fotografiert werden, da so eine gewisse Tiefe erzeugt werden kann.

Ein Auge fürs Detail

Bei der Indoor-Fotografie macht es großen Spaß, mit verschiedenen Blickwinkeln und Motiven zu arbeiten. Entsprechend darf gern der ganze Raum zu sehen sein, aber auch einzelne Ecken und gewisse Details runden die geplante Fotostrecke ab. Wenn möglich, dürfen also gern einzelne Elemente in den Fokus gerückt werden. Ob dies ein besonders schönes Sofa, ein toll geformtes Weinglas oder etwa eine Naheaufnahme des Roulette-Rads des eben beispielhaft genannten Casino-Shootings ist, bleibt dem Fotografen überlassen. In jedem Fall sollte eine gute Mischung aus Nahaufnahmen und weitwinkligeren Fotografien entstehen.

Wer Detailfotos schießen möchte, kann auch hier ein wenig herumprobieren: Meist empfiehlt es sich, nicht allzu viele Gegenstände um das Objekt der Begierde zu positionieren. Auch hier kommt es aber auf den Stil des Fotografen an, das ein oder andere Extra darf gern platziert werden. Im Anschluss empfiehlt sich dann ebenfalls eine Aufnahme des
entsprechenden Bereichs, in dem das Objekt befindlich ist. Die Mischung macht es also und sorgt dafür, dass der Fotograf am Ende eine richtige Geschichte erzählen kann.

Indoor-Fotografie mit Personen

Inneneinrichtung wird häufig ohne Personen fotografiert, doch auch ein wenig Bewegung kann tolle Effekte erzeugen. Nehmen wir nun noch einmal das Casino-Beispiel: Hier sollte ein wenig Leben ins Spiel kommen, denn das macht die Atmosphäre schließlich aus. Man kann sich etwa auf eine einzelne Person fokussieren, die mit konzentriertem Blick die Spielzüge der Poker-Gegner beobachtet oder den Blick auf den gesamten Tisch richten.

Hat man dagegen ein klassisches Interieur-Shooting geplant, das zum Beispiel in einem Wohnzimmer stattfinden soll, wären mehrere Akteure vermutlich eher störend. Eine Person auf dem Sofa zu platzieren, oder gar ein Haustier, wenn denn eines vorhanden ist, kann die Situation aber auflockern und ein wenig mehr Spannung in die Fotostrecke bringen. Auch hier gilt: Am besten verschiedene Blickwinkel und Positionen ausprobieren, bis alles passt. Auch die gewählte Person sollte sich entsprechend des Anlasses möglichst natürlich geben, wenn wir bei dem Beispiel des Interieur-Shootings im Wohnzimmer bleiben.

Vorbereitung und Nachbereitung

Wie genau soll das Shooting ablaufen, welche Vorbereitungs- und
Nachbereitungsmaßnahmen sind zu treffen? Trifft man spontan auf eine Location, die man fotografieren möchte, ist vermutlich keine Vorbereitungszeit gegeben und es muss improvisiert werden. Hat man dagegen Zeit, eine Fotostrecke zu planen, sollten etwa die richtigen Tageszeiten, Kameraobjektive und Fotomotive ausgewählt werden. Im besten Falle kann die Location vorab besucht werden, um bereits nach den richtigen Blickwinkeln Ausschau zu halten. Auch Kompositionen können vorab geplant werden, erfahrungsgemäß wird aber während des Shootings häufig spontan entschieden und umgestaltet.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus die Nachbereitungszeit: Wie bei jeder Aufnahme spielt die Bildbearbeitung auch bei der Indoor-Fotografie eine wichtige Rolle. Zur Postproduktion gehört etwa, ein wenig Ahnung von Lightroom, Photoshop oder einem alternativen Bildbearbeitungsprogramm zu haben. Mit diesen Programmen lassen sich auch schlechtere Lichtverhältnisse nacharbeiten, um ein noch besseres Zusammenspiel von Licht und Schatten zu erzeugen. Entsprechend entscheiden diese Hilfstools darüber, wie professionell die Fotos am Ende wirken.

Fazit: Eine gute Mischung aus Planung, Spontaneität und Postproduktion

Mit ein wenig Planung schafft man die perfekte Grundlage für ein gelungenes Indoor- Shooting. Auf manche Locations stößt man dagegen ganz spontan, sodass Kreativität und sicher auch ein wenig Glück erforderlich sind. Übung macht hier den Meister: Einfach probieren, aus verschiedenen Ecken fotografieren und zwischen Nahaufnahmen und Weitwinkel variieren. Wer zusätzlich Personen in die Fotos integrieren möchte, sollte darauf achten, dass die Bilder je nach Anlass nicht zu unruhig wirken. Zusätzlich ist die Postproduktion am Ende für den Feinschliff zuständig und bietet etwa die Möglichkeit, schwierige Lichtverhältnisse auszugleichen, um am Ende perfekte Indoor-Fotos zu erzielen.

04.09.2019

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