Fotografieren mit dem iPhone 7 Plus

Die am meisten genutzt Kamera der Welt ist das iPhone. Kein Wunder, es ist das beliebteste Smartphone und Smartphones sind immer dabei und werden immer mehr zum Fotografieren genutzt. Wie ist das also so, wenn man das iPhone 7 Plus als Kamera benutzt?

Nun, zuerst mal ist das sehr einfach. Handy raus, Kamera App an, Auslöser drücken, zack fertig. Es gibt keine Einstellrädchen und kaum Optionen, es gibt praktisch nur den Automatikmodus. Nirgendwo werden technische Details wie Blende und Belichtungszeit angezeigt. Als Fotograf mag man das vermissen, als Normalnutzer ist man froh sich nicht damit herumschlagen zu müssen. Es lässt sich aber sagen, dass der Automatikmodus gut funktioniert.

Natürlich ist so eine Handykamera in ihren Möglichkeiten begrenzt. Kameramodul und Objektiv sind winzig klein und die Brennweite ist auch fest vorgegeben. Dennoch kann man eine Menge damit machen. Ich habe vor knapp 5 Jahren schon mal einen Artikel “Fotografieren mit dem iPhone” geschrieben, da hatte ich gerade das iPhone 4. Inzwischen habe ich das iPhone 7 Plus und dessen Kamera kann doch ein ganzes Stück mehr.

Die Bildqualität ist trotz des kleinen Sensors gut brauchbar, die Auflösung geht mit 12 Megapixel in Ordnung. Selbst bei halbwegs dunklen Verhältnissen liefert die Kamera noch einigermaßen brauchbare Bilder, auch dank des optischen Bildstabilisators. Die Brennweite entspricht umgerechnet auf Kleinbild 28mm und die Blendenöffnung beträgt f/2.4. Zudem gibt es eine gut brauchbare Panoramafunktion, wenn man Weitwinkelaufnahmen machen möchte.

Das Highlights beim iPhone 7 Plus ist aber, dass es noch ein zweites eingebautes Objektiv gibt, ein leichtes Tele. Dazu habe ich auch diesen Artikel geschrieben. Die zweite Brennweite entspricht 56mm am Kleinbild und die Blendenöffnung beträgt f/2.8. Damit kann man andere Blickwinkel nutzen, die leichte Telebrennweite ermöglicht schöne Bilder. Besonders interessant ist das für Porträts, denn hier kommt eine tolle neue Funktion zum Einsatz. Die iPhone-Kamera kann nämlich einen unscharfen Hintergrund erzeugen. Normalerweise braucht man dafür eine richtige Systemkamera mit einem großen Sensor. Das iPhone macht hier einen Trick. Durch die doppelte Kamera errechnet es eine 3D-Abbildung, somit kann es erkennen, was nah und was fern ist. Ferne Bildbestandteile werden dann unscharf gerendert. In vielen Fällen klappt das gut und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist schon erstaunlich, was mit so einem winzigen Kameramodul inzwischen möglich ist.

Es gelten natürlich auch weiterhin die drei Tipps, die ich in dem alten Artikel schon gegeben habe:

  • Wenn du das iPhone im Querformat hälst, kannst du wunderbar den Lautstärkeknopf als Auslöser zum Fotografieren nutzen.
  • Nutze die HDR-Funktion, dann hast du noch Zeichnung in hellen Bildbereichen wie dem Himmel; die Bilder werden teilweise deutlich besser.
  • Es gibt einige nette Apps zur Bildbearbeitung; ich benutze nach wie vor sehr gerne Snapseed und gebe so meinen Fotos mit wenigen Klicks einen schönen Look.
 Wenn man Apple’s Standard-Kamera-App benutzt, wurden die Fotos bisher als JPEG aufgenommen. Seit iOS11 werden die Fotos als HEIF aufgenommen. Wenn man andere Kamera-Apps wie z.B. Lightroom-Mobile benutzt, kann man auch im Raw-Format fotografieren; die Fotos werden dann als DNG aufgenommen. Allerdings werden dann zusätzliche Funktionen wie Panorama, HDR- und Portrait-Modus nicht unterstützt. Daher benutze ich meistens doch die Standard-Kamera-App.

Beispielbilder

Hier sind einige Fotos, die ich mit dem iPhone 7 Plus aufgenommen habe. Beim ersten Bild mit der Blüte am Baum habe ich den Porträtmodus benutzt, so wurde der unscharfe Hintergrund erzeugt. Das zweite Bild mit der Schnecke ist ohne Porträtmodus, hier sorgt die kurze Fokuseinstellung für den unscharfen Hintergrund. Das dritte Bild habe ich im HDR-Modus aufgenommen, sonst wären die Lichter um die Sonne viel mehr ausgebrannt. Bei den folgenden Bildern sieht man auch, wie sich das iPhone bei schlechten Lichtbedingungen schlägt.

Fazit

Smartphones sind heutzutage ziemlich brauchbare Kameras. Insbesondere wenn man keine Lust hat eine richtige Kameraausrüstung mitzuschleppen, ist das Smartphone eine gute Alternative. Das iPhone 7 Plus macht wegen seiner Doppelkamera besonders Spaß beim Fotografieren. Mit Panorama-, HDR- und Porträtmodus kann man richtig gute Bilder machen. Der ein oder andere wird sich sogar die Frage stellen, ob er überhaupt noch eine weitere Kamera in den Urlaub mitnehmen muss.

Links

  • Artikel über das iPhone 7 Plus bei Macworld
  • Artikel über die Kamera im iPhone 7 Plus bei DPReview
  • Artikel über ein Magazincover Fotoshooting mit dem iPhone 7 Plus bei Mashable
  • Mein Artikel “Fotografieren mit dem iPhone 4”
  • Mein Artikel “iPhone Dual Kamera mit Bokeh”

15.10.2017

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