Sensorreinigung für die Sony A7 R II

Von Zeit zu Zeit tauchen sie auf: kleine schwarze Flecken auf dem Sensor. Dabei handelt es sich meist um Staubkörner oder kleine Schmutzpartikel. Besonders wenn man abgeblendet fotografiert, dann sieht man dunklen Flecken im Bild. Dann ist es Zeit für eine Sensorreinigung! Aber wie geht das genau und wo macht man sowas?

Sensor prüfen

Ist mein Kamerasensor sauber oder dreckig? Um das herauszufinden mache ich ein Testbild. Ich gehe dabei so vor, dass ich eine Weitwinkelbrennweite nehme, die Blende auf f/22 schließe und den Fokus auf den Nahbereich stelle. Dann mache ich ein Testbild von einer weißen Wand z.B. Raufasertapete. Während der längeren Belichtungszeit (z.B. 5s) bewege ich die Kamera hin und her. So sieht man am besten auf dem Foto, ob es Sensordreck gibt oder nicht.

Trockenreinigung

Am einfachsten ist eine Trockenreinigung. Dabei wird mit einem kleinen Blaseblag gezielt Luft über den Sensor gepustet. Einfache Verschmutzungen kann man so leicht loswerden. Das mache ich alle 2-3 Monate mal. Das anschließende Testbild sieht dann meistens ganz gut aus. So eine Trockenreinigung kann man gut selbst machen – in einer windstillen staubarmen Umgebung, mit der Kameraöffnung nach unten und darauf achtend, dass man keinesfalls den Sensor berührt. So weit, so gut. Leichte Verschmutzungen wird man damit gut los.

Nassreinigung

Etwas schwieriger wird es bei einer Nassreinigung des Sensors. Das wirkt auch bei etwas hartnäckiger Verschmutzung auf dem Sensor und ist eine gründliche Reinigung. Im Prinzip handelt es sich dabei um einmal feucht wischen mit speziellen Mittelchen. Ich traue mich da nicht ran und lasse sowas lieber vom Profi machen. Zu leicht kann man bei unsachgemäßer Handhabung den Sensor beschädigen, zerkratzen oder dauerhaft verunreinigen. Das Risiko möchte ich nicht eingehen. Als geht meine Kamera, wenn es nötig ist, zu einem Profiservice. In der Regel ist das einmal im Jahr.

Rechtzeitig oder im Urlaub

Wenn ein großer Fotourlaub ansteht, macht man sowas am besten rechtzeitig vorher. Letztes Jahr im Sommer dachte ich mir, das wäre nicht nötig. Nur um dann in Südfrankreich festzustellen, dass das keine gute Idee war. Der blaue Himmel auf den Fotos war übersät mit dunklen Punkten und eine Trockenreinigung mit dem Blasebalg schaffte keine Abhilfe. Ähm, wo ist denn hier der nächste Foto-Service? Ich hatte das abends festgestellt und am nächsten Tag lag Avignon auf der Route meines Roadtrips. Also steuerte ich vormittags einen Fotohändler an, der mir die Adresse und Wegbeschreibung zu einem Kameraservice gab. Etwas später, am Rande eines Industriegebiets außerhalb von Avignon, traf ich dann bei Photo Cine Reparation ein. Die freundlichen Serviceleute dort machten innerhalb einer halben Stunde eine nettoyage de capteur (Sensorreinigung) für faire 39 Euro. Klasse, da hatte ich nochmal Glück gehabt. Gut gelaunt konnte ich meine Urlaubstour fortsetzen. Aber in Zukunft mache ich sowas besser vor dem Urlaub.

Servicestellen in Deutschland

Aber zurück nach Deutschland, wo lässt man denn hier so eine Reinigung durchführen? Bei Canon war das relativ einfach. Da bin ich mit der Kamera zum CPS-Service nach Willich gefahren und habe sie dort abgegeben. Zwei Tage später konnte ich sie dann blitzblank wieder abholen und als CPS-Mitglied brauchte ich auch nichts bezahlen. Aber jetzt habe ich keine Canon-Kamera mehr sondern eine Sony-Kamera. Zum CPS nach Willich kann ich damit jedenfalls nicht fahren. Zu Calumet nach Düsseldorf kann ich auch nicht – sie bieten zwar Sensorreinigung an, aber aus irgendeinen Grund nicht für Sony-Kameras. Wo kann ich also eine Sensorreinigung durchführen lassen?

  • Foto Geissler in Reutlingen – Das ist der einzige offizielle Sony-Servicestützpunkt in Deutschland. Bei einer kurzen Recherche fand ich aber einige Berichte von nicht ganz zufriedenen Kunden und die Rede war von recht hohen zweistelligen Preisen.
  • Hopfauer Kameraservice in Schweinfurt – Hat anscheinend seit vielen Jahren zufriedene Kunden. Den Paketversand hin bezahlt man selbst, die Reinigung kostet 39 Euro und der Rückversand kostet 9,40 Euro. Klingt nicht schlecht.
  • Blende1Null Kameraservice in Chemnitz – Hat wohl auch seit vielen Jahren zufriedene Kunden. Die Reinigung kostet 39 Euro für eine Kamera und ein Objektiv. Für den Paketversand hin bekommt man eine Versandmarke und auch die Rücksendekosten sind bereits im Preis enthalten.
  • ChipClean in Nijmegen – Das wäre vielleicht noch eine Alternative, wenn ich die Kamera nicht in einem Paket versenden möchte sondern zum Service hinfahren. Die Serviceleute dort sind wohl Profis in Sachen Sensorreinigung. Allerdings konnte ich keine konkreten Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten in Erfahrung bringen.

Blende1Null Kameraservice

Ich habe mich für das Angebot aus Chemnitz entschieden. Eine Woche, nachdem ich das Paket losgeschickt hatte, bekam ich Kamera und Objektiv blitzblank gereinigt zurück. Ich muss sagen, das ist ein guter Service zu einem fairen Preis. Daher empfehle ich den Blende1Null Kameraservice in Chemnitz gerne weiter. Ich bin mit der Abwicklung sehr zufrieden. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass ein normales DHL-Paket nur bis 500 Euro versichert ist. Wenn man auch dieses Risiko ausschließen möchte, kann man für ein paar Euro mehr ein höherversichertes Paket nutzen. Hier unterscheidet sich der Blende1Null Kameraservice aber nicht von den anderen Anbietern, die beim Paketversand genauso verfahren.

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch damit ein paar Tipps zum Thema Sensorreinigung für eine Sony Kamera geben. Die verschiedenen Serviceangebote sind teilweise gar nicht so einfach zu finden. Wenn der Sensor mal richtig verschmutzt ist oder wenn eine größere Fototour ansteht, würde ich empfehlen rechtzeitig vorher die Kamera und den Sensor reinigen zu lassen. Dann muss man sich nicht mit Verschmutzungen oder Flecken auf den Bildern herumschlagen, sondern kann sich auf das Fotografieren konzentrieren.

07.04.2017

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