Das Fotobuch-Modul in Lightroom

Mit Version 4 hat Adobe Lightroom ein Buch-Modul zur Erstellung von Fotobüchern bekommen. Dieses ist optimiert für den Anbieter Blurb. Ich habe nun drei Fotobücher damit erstellt und will kurz von meinen Erfahrungen berichten.

Grundsätzlich ist das Buch-Modul in Lightroom offen für alle Anbieter. Man kann das erstellte Buch als JPG oder PDF ausgeben und beim Wunsch-Anbieter zum Druck geben. Da gibt es nur leider einen Haken, dass man das Format nicht frei wählen kann. Da Blurb Buchformate wie 8×10 Zoll (20x25cm) nutzt und die meisten deutschen Fotobuch-Anbieter DIN-ähnliche Formate wie 21x28cm, klappt es nicht mit der passenden Gestaltung. Schade eigentlich.

Für mein erstes Buch wähle ich das Standard-Querformat und beginne mit der Gestaltung in Lightroom. Dabei ist natürlich der große Vorteil, dass man sich in seiner Bildverwaltungs- und Bearbeitungssoftware befindet. Man kann also ein Bild noch ändern, nachdem man es schon auf eine Buchseite platziert und mit Text versehen hat. Man arbeitet direkt mit den Raw-Dateien und erst zum Schluss bei der Übermittlung werden die Bilder final gerendert. Das bringt einigen Komfort mit sich und man muss nicht zwischen Bildbearbeitungs- und Fotobuchsoftware hin- und herspringen, wie das bei getrennten Programmen der Fall ist.

Bildschirmfoto1

Die Bedienung im Buch-Modul von Lightroom entspricht der der anderen Module. Man kann für jede Seite eine Gestaltungsvorlage (Template) auswählen. Dieses Template legt fest, ob man auf einer Seite ein großes Foto und eine Textbox hat, oder drei kleine Fotos horizontal nebeneinander, usw. Man kann jedoch nicht direkt selbst gestalten, dass man rechts oben ein Foto im Querformat und daneben eine Textbox platzieren möchte. Das ist für viele Anwender ungewohnt, da das die meisten Programme der Fotobuch-Anbieter durchaus bieten. Hier fühlt man sich anfangs stark eingeschränkt, zumal es nicht möglich ist, die hinterlegten Templates zu bearbeiten.

Beschäftigt man sich aber etwas mehr mit den Einstellungsmöglichkeiten ergeben sich dennoch viele Gestaltungsmöglichkeiten. Wichtig ist ‘Foto auf Zellengröße zoomen’ und die Verwendung von ‘Zelle/Füllung’. Diese Funktion bietet mehr Möglichkeiten, als man auf den ersten Blick denkt. Diese sind hinter einem kleinen Dreieck in der Werkzeugleiste versteckt. Klappt man diese auf, so kann man die ‘Füllung’ für jede Seite einzeln einstellen. Damit hat man ein Werkzeug um für individuelle Anpassungen der Vorlagen.

Bildschirmfoto2

Es gibt viele Optionen für die Textgestaltung, was recht erfreulich ist. Neben den üblichen Einstellungen gibt auch erweiterte Optionen wie Laufweite und Kerning zum Anpassen der Schriften und Textblöcke. Grundsätzlich hat man für das Design drei Ansichten zur Verfügung: Mehrseite Ansicht, Druckbogenansicht, Einzelseitenansicht. Zwischendurch kann man das Buch als Pdf ausgeben und wenn man mit dem Buch fertig ist, kann man es zu Blurb senden. Genaueres zum Anbieter Blurb gibt es in der nächsten Woche hier.

Insgesamt ist das Buch-Modul in Lightroom eine gute Sache, bietet aber noch Raum für Verbesserungen. Die Bedienung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und manchmal fehlt das ein oder andere Template, das sich leider auch nicht anpassen lässt. Apropos anpassen: wenn das Buch-Modul nicht nur für Blurb sondern auch für andere Anbieter geeignet sein soll, dann braucht es unbedingt die Möglichkeit benutzerdefinierte Seitengrößen eingeben zu können.

Nächste Woche geht es dann um die Fotobücher selbst von Blurb.

10.03.2013

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