Panasonic Lumix G Vario 12-32mm

Letzte Woche habe ich berichtet, dass sich vor ungefähr zwei Monaten eine MicroFourThirds-Kamera in meine Kameratasche verirrt hat, und wie mir die kleine Lumix GM5 so gefällt. Heute will ich das Augenmerk auf das noch kleinere Pancake-Zoom 12-32mm werfen.

Panasonic Lumix G Vario 12-32mm f/3.5-5.6 Asph. OIS, so lautet der vollständige Name. Es handelt sich um ein kleines Zoomobjektiv für MicroFourThirds. Ein sehr kleines Objektiv. Ein winzig kleines Objektiv. So klein, dass andere Pancake-Objektive groß dagegen erscheinen. Es hat ein 37mm Filtergewinde, ist 24mm lang und wiegt 70g. Wow.

Ich habe es im Kit mit der Lumix GM5 gekauft. Einzeln kostet es knapp 300 Euro. Die Brennweite von 12-32mm entspricht 24-64mm am Kleinbild. Das ist am kurzen Ende super, weil es 24 und nicht 28mm sind. Am langen Ende bietet das Objektiv nicht besonders viel Brennweite. 64mm (KB-äquiv.) sind wirklich nicht viel Tele. Aber das ist wohl der Preis der Kompaktheit und insgesamt ist der Brennweitenbereich doch sehr gut brauchbar. Mir ist es auch lieber 24mm Weitwinkel zu haben und dafür lieber beim Tele etwas zu verzichten. Insofern bin ich damit happy. Dennoch wäre etwas mehr Tele nett.

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Dreht man das Objektiv von 12mm bis zum Anschlag, schrumpft es zur Transportstellung zusammen.

Die Lichtstärke ist bei so einem Mini-Zoom natürlich eher bescheiden. Beim Weitwinkel bietet es f/3.5, beim Tele f/5.6. Das entspricht einem Bildeindruck am Kleinbild von f/7.1 und f/11. Die Lichtstärke entspricht aber dem, was bei vielen anderen Zooms, die teils auch ein ganzes Stück größer sind, gängig ist. Ausdrücklich loben muss ich, dass auch noch ein Bildstabilisator eingebaut ist. Und ich muss loben, wie gut dieser Stabi funktioniert. Ich habe damit einige Bilder mit 1/6s fotografiert. Super!

Habe ich schon erwähnt, wie klein das Objektiv ist? Insbesondere ist es flach. So flach, dass sich damit nicht direkt fotografieren lässt. Es handelt sich um die Transportstellung. Man muss erst etwas am Zoom drehen, bis man bei 12mm ist. Dann kann man weiterdrehen bis 32mm. Das funktioniert völlig problemlos und ist gut gelöst. Ein leichter Anschlag ist bei 12mm, überwindet man diesen, dreht man es zurück in die Transportstellung. Alles bestens.

Die Naheinstellgrenze beträgt 20cm. Das Objektiv besteht aus 8 Linsen in 7 Gruppen mit ED und Asphäre. Die Bildqualität ist durchaus in Ordnung. Bei 12mm gibt es erwartungsgemäß etwas Verzeichnungen, die sich mit einem Klick in Lightroom korrigieren lassen. Im Bildzentrum bildet das Objektiv gut ab, die Schärfe ist hier angemessen. Zu den Bildrändern lässt es leicht nach. Insgesamt bin ich mit der Bildqualität dieses Mini-Allrounders völlig zufrieden.

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Pancakes unter sich. Hier das Lumix G Vario 12-32mm im Vergleich zum Canon EF 40mm STM.

Ich habe es aber auch nicht direkt verglichen mit meiner 6D + 24-70II, womit ich sonst fotografiere. Kein Pixel des Bildes könnte hier auch nur annähernd mithalten, allein schon von der Grundschärfe her. Man muss das Objektiv im Rahmen seiner Möglichkeiten betrachten, es ist ein Mini-Allrounder für MFT. Diese Aufgabe erfüllt es hervorragend.

Hier gibt es noch einen ausführlichen Test bei Photozone. Interessant ist dort auch das Vergleichsfoto neben dem Lumix G X 14-42mm, was doch ein ganzes Stück größer ist. Das Lumix G 12-32mm wird im Kit mit der Lumix GM5 verkauft. Diese Kombi ist nicht nur superkompakt, sondern bietet auch gute Bildqualität. Der Brennweitenbereich und der Bildstabilisator machen es zu einem tollen Allrounder.

Nun aber einige Bilder, schließlich habe ich ein paar Beispielbilder aus der Praxis versprochen…

16.08.2015

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