Elinchrom Ranger Quadra

Der kleine Ranger von Elinchrom war eine Sensation, als er 2009 vorgestellt wurde. Denn es gab nur zwei Arten von mobilen Blitzen: kleine Aufsteckblitze mit wenig Leistung und große schwere Blitzgeneratoren. Mit dem Ranger Quadra war quasi eine neue Gattung geschaffen. Ein kleiner tragbarer Blitzgenerator mit einem handlichen Lampenkopf. Damit hat man sehr viele Vorteile.

Als der Quadra vorgestellt wurde, stand ich direkt bei meinem Händler Klaus Ravenstein auf der Matte um einen zu ergattern. Das Gerät ist 20cm groß und wiegt 3kg inkl. Akku, das ist doch eine Ansage. Die Leistung lässt sich von 400Ws bis runter auf 8,2Ws regeln. Damit kann man schon recht gut gegen die Sonne anblitzen. Der Lampenkopf ist sehr handlich – tatsächlich ist er kleiner als so mancher Aufsteckblitz.

Die Verarbeitung von Elinchrom ist solide. Die Schweizer fertigen natürlich deutlich besser als so mancher Anbieter aus Fernost. Von einem Walimex oder Jinbei Gerät ist es Welten entfernt. Die Qualität von einem Hensel Porty wird aber nicht erreicht – der spielt aber auch gewichts- und preismäßig in einer anderen Liga. Der Ranger Quadra hat Anschlüsse für zwei Lampenköpfe, die asymetrisch mit 2/3 zu 1/3 angesteuert werden. Es gibt S (Standard) Lampenköpfe und A (Action) mit schnellerer Abbrennzeit. Außerdem gibt es einen relativ günstigen Ringblitz.

Ein tolles Feature ist das eingebaute Skyport Funkmodul. Der Blitz wird also bequem per Funk ausgelöst und noch besser – die Leistung lässt sich am Skyport Transmitter, also an der Kamera, einstellen. Ich habe das in den Custom Functions auf eine halbe Blende pro Klick eingestellt, es geht aber auch feiner. Die Funkübertragung ist sehr zuverlässig.

Also eine super Sache zum mobilen Blitzen. Das finden auch der Patrick von Neunzehn72 und der Martin von Krolop&Gerst – die beiden kennen sich ja gut aus. Auch der Meister der kompakten Blitze, David “Strobist” Hobby hat sich den Quadra angeschaut.

Seit letzten Jahr gibt es vom Quadra eine neue Version, den Quadra RX. Da kann man das Funkmodul auch über eine iPhone App steuern und das Display ist im Sonnenlicht besser ablesbar. Sonst hat sich nichts geändert. Im Sommer 2012 soll nun ein neuer Akku für den Quadra erscheinen, der noch leichter und leistungsstärker ist. Ich komme mit dem bisherigen Akku aber gut aus, er reicht für 150 Auslösungen bei voller Leistung und langsamen Nachladen (bei schnellen Nachladen sind es 110). Da man nicht ständig mit voller Leistung fotografiert, ist das durchaus ausreichend für ein längeres Shooting.

Für das Quadra-Bajonett gibt es nicht besonders viele Lichtformer, Elinchrom bietet nur einen 18cm Wabenreflektor, eine 40cm Softbox und eine 56cm Octa. Mit dem Bajonettadapter auf das große Elinchrom-Bajonett kann man aber sehr viele Lichtformer nutzen. Hier ist die 70cm Deep Octa eine sehr beliebte Option.

Bei Fotoschirmen kocht Elinchrom leider sein eigenes Süppchen und das ist der einzige negative Punkt, der mir zum Quadra einfällt. Während alle Fotoschirme 8mm Schaftdurchmesser haben, sind es bei Elinchrom leider 7mm. Das bedeutet man kann ausschließlich nur Elinchrom Schirme nutzen und da gibt es eigentlich bessere Lösungen am Markt wie z.B. die Westcott Collapsibles, die man leider nicht verwenden kann.

Jedenfalls ist der Elinchrom Ranger Quadra eine tolle Sache und darf in meiner Lichttasche nicht fehlen. Ein kleiner portabler Blitz mit viel Leistung, ein treuer Begleiter auf Shootings aller Art. Bei Outdoor Shootings kann ich mir gar nicht mehr vorstellen ohne zu arbeiten 🙂

17.06.2012

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